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Ganz sicher ist vieles in Ihrem Gepäck wichtig
und nützlich für Sie, aber Sie schleppen wohl auch so
manchen mehr oder weniger schweren Stein mit sich, vielleicht ist vom
Proviant schon einiges verdorben, manches sieht vielleicht
verschrumpelt aus, ist aber brauchbarer, als Sie denken. Aus meiner Sicht geht es in der Psychotherapie darum,
diesen Rucksack zuerst einmal abzustellen und nachzusehen, was Sie
alles drinnen finden können. Es geht darum, die Dinge, die sie
dort finden, genau anzusehen und herauszufinden, welchen Sinn sie
einmal hatten (und irgendwann hatten diese Inhalte Sinn!) und zu
prüfen, ob sie heute noch einen Nutzen für Sie haben
- vielleicht in ganz anderen Lebensbereichen als "damals". Therapieziel ist nicht nur, Ihren Rucksack zu
entrümpeln, damit er leichter wird, sondern auch jeden Inhalt,
den sie finden und betrachten, auf seine Brauchbarkeit für das
Heute und Ihren weiteren Weg zu prüfen. Vielleicht
können sie ihn auch am Ende gegen einen kleineren Rucksack
eintauschen - vielleicht brauchen Sie einen
größeren, in dem mehr Platz hat. Wichtig ist, dass
die Last geringer wird und sich der Tragekomfort verbessert.
Therapieziel ist also ein gut gepackter Lebensrucksack, der bequem zu
tragen ist. Wenn Sie dann auch noch lernen, ihn auch ohne meine Hilfe
von Zeit zu Zeit abzustellen und seine Inhalte einer kritischen
Prüfung zu unterziehen, ist das wirklich Ziel erreicht. Leider geht Psychotherapie nicht so rasch, wie das
Ausleeren und Neupacken eines richtigen Rucksackes. Es braucht viel Zeit, ...
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© 2008 · ulrike schmid-klampfer ·
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